Sonntag, 13. August 2017

Gedanken loslassen mit inneren Bildern


Unser Gedankenkarussell dreht sich manchmal ununterbrochen. Eine Pause kann wie ein Segen wirken, einfach, weil wir uns für kurze Zeit befreit fühlen. Wer regelmäßig meditiert, kennt die Vorteile, die das Loslassen oder Einfach-Sein-Lassen der Gedanken mit sich bringt. Wir sind nicht gezwungen, einen Gedanken weiterzuverfolgen, sondern wir können ihn einfach wahrnehmen und dann ziehen lassen.



 
Da das häufig erst nach einigem Üben gelingt, möchte ich heute mal eine einfachere Möglichkeit vorstellen: das Loslassen der Gedanken mithilfe innerer Bilder. Das Ganze ähnelt einer Meditation, muss aber nicht zwingend den gleichen Charakter haben. Wir können das auch ohne Meditation ausführen, zwischendurch, wo immer wir uns gerade befinden. Es genügt ein kurzer Moment des Innehaltens.

 

Ziel: den Gedanken loslassen

Loslassen soll hier nicht bedeuten, dass wir den Gedanken vergessen oder gar verdrängen sollten. Es geht lediglich darum, den Gedanken zu beobachten und NICHT weiter zu folgen, damit wir nicht ins Grübeln kommen. Der Gedanke taucht auf und wir nehmen ihn wahr, wir nehmen ihn an, aber wir denken ihn nicht weiter. Wenn es sich um einen problematischen Gedanken handelt, scheint dieses Vorgehen mitunter schwierig, aber es lohnt sich, das einmal auszuprobieren. Denn nicht immer, wenn wir ins Grübeln geraten ist das auch zielführend.
Dabei müssen wir nur darauf achten, dass wir den Gedanken nicht verdrängen. Einen Gedanken zu verdrängen würde bedeuten, dass wir versuchen, ihn nicht zu denken oder ihn durch einen anderen, positiveren Gedanken zu ersetzen. Das wollen wir nicht tun. Der Gedanke muss schon ins Bewusstsein rücken. Der einzige Unterschied ist: wir verfolgen ihn nicht weiter, sondern lassen ihn ziehen. Und genau hierfür eignen sich die inneren Bilder, von denen ich euch nun einige vorstelle.
 

Gedanken ziehen lassen – das Aquarium

Stell Dir ein Aquarium vor, in dem sich viele bunte Fische tummeln. Ein Meerwasseraquarium eignet sich am besten. Stell dir also vor, du beobachtest nur die Fische, die Wellen und die Bewegungen der Pflanzen in der Strömung. Nichts steht still, alles ist ständig in Bewegung. Konzentriere dich ganz auf das Geschehen in dem Becken.
Sobald du bemerkst, dass deine Aufmerksamkeit abschweift, hole dich sanft zurück zu den Fischen und dem Geschehen im Aquarium. Es wird der Punkt kommen, an dem du nicht nur bemerkst, dass du abschweifst, sondern du wirst bemerken, welcher Gedanke dich aus dem Geschehen heraus gerissen hat. Denke den Gedanken zu Ende. Versuch dabei, die Rolle des Beobachters einzunehmen. Denke den Gedanken bewusst, dadurch nimmst du ihn an. Wenn du soweit bist, dann stell dir vor, wie der Gedanke sich in einem Wort zusammenfassen lässt und als Fischfutter in das Aquarium fällt, wo sich sogleich die Fische darüber stürzen und ihn auffressen. Weg ist er.
Wenn dir der Gedanken mit dem Futter nicht zusagt, kannst du dir auch vorstellen, wie sich der Gedanke in einen schönen Fisch verwandelt und anschließend einfach wegschwimmt.
 

Gedanken ziehen lassen – der Herbstwald

Stell dir vor, du gehst in einem Laubwald spazieren. Es ist kühl und erholsam, mit jedem Schritt knackst es unter deinen Füßen. Über dir tanzen die Blätter der Bäume im Wind, das Rauschen dringt wie Musik in deine Ohren. Es duftet nach Pilzen und etwas moosig.
Atme den wunderbaren Waldduft ein paar Mal tief ein, bis sich deine Brust ganz weit und frei anfühlt. Sobald du dich mit dem Wald verbunden fühlst, wirst du bemerken, wenn deine Gedanken abschweifen und du ins Grübeln gerätst. Nimm diese Gedanken, die dich aus dem Waldgeschehen herausreißen, bewusst wahr und denke sie kurz weiter. Dann stell dir vor wie du sie auf ein buntes Herbstblatt legst und sie am Baum noch eine Weile bestehen. Sobald der nächste Windstoß kommt, wird das Blatt mit samt dem Gedanken vom Baum geweht und verfliegt. Kehre zurück zu den Farben, Formen und Gerüchen des Waldes und freue dich, dass du den Gedanken für den Moment losgeworden bist.
 

Eigene Bilder erstellen

Es gibt viele Möglichkeiten, Gedanken auf diese Weise loszulassen. Wichtig sind nur die drei Schritte:
1.       Konzentration auf ein inneres Bild
2.       Bemerken, wann ein Gedanke auftaucht und diesen annehmen
3.       Den Gedanken in das Bild integrieren und das Bild so verändern, dass der Gedanke verfliegt
 Da wir alle unterschiedliche Fantasien haben, spricht den einen das Bild mit dem Aquarium mehr an, den anderen das Bild mit dem Wald. Aber auch andere Bilder können sehr gut funktionieren, wichtig ist nur, dass es sich um ein bewegtes Bild handelt. Wenn wir es gewohnt sind, diesen Trick zu nutzen, fallen uns viele weitere Beispiele ein. Um den Einstieg zu erleichtern, hier noch ein paar Anregungen:
-          Eine Ameisenstraße, auf der die Tiere die Gedanken wegtragen wie Blätter
-          Die Leinwand, auf der im Abspann die Gedanken durchs Bild fließen wie die Namen der Schauspieler
-          Wolken am Himmel
-          Luftballons, die mit Helium gefüllt sind und beim Loslassen in die Luft steigen
-          bunt schillernde Seifenblasen
-          ein Kofferfließband am Flughafen
-          eine Wasserrutsche
 
Wenn wir auf diese Art versuchen, unsere Gedanken nicht einfach unbewusst zu denken, sondern sie ganz bewusst wahrzunehmen und loszulassen, werden wir bald merken, dass auch in schwierigen Situationen die Gedanken viel schneller verfliegen und wir nicht mehr so schnell in Stress geraten. Sobald wir merken, dass uns ein Gedanke gerade ganz bewusst geworden ist, dann können wir ihn in ein solches inneres Bild integrieren und fliegen lassen. Je mehr solcher Bilder uns zur Verfügung stehen und je öfter wir das üben, umso schneller kommen wir in Zeiten des Grübelns zur Ruhe.





 
           




























Sonntag, 6. August 2017

Wunscherfüllung von A bis Z


 

 

Es ist wieder Zeit für eine A-Z Liste. Mit einem Plan kommen wir schneller ans Ziel. Und wer sich Gedanken macht, dessen Plan wird gut. Um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, mache ich gerne ein Brainstorming. Dazu verfasse ich entweder eine 100er Liste oder ich fertige ein Mind-Mapping an oder ich mache die A-Z Liste.

Heute findet ihr die A-Z Liste zum Thema Wünschen.

 


A ls Erstes steht die Ist-Situation im Vordergrund. Was möchte ich loswerden? Und was wünsche ich mir stattdessen?

B eobachte dich selbst und finde heraus, warum du etwas verändern möchtest. Es bringt nur wenig, wenn wir uns zwar etwas sehnlich wünschen, andererseits jedoch unsere aktuellen Gefühle und Gedanken verdrängen.

C hef-Modus einschalten. Mache dir bewusst, dass du allein die bestimmende Kraft in deinem Leben bist. Du selbst bist der Meister in deiner Welt und kannst dir wünschen, was immer du möchtest.  

D enke realistisch. Wir können uns zwar alles Mögliche wünschen, aber realistisch sollten die Ziele immer sein. Wer krank ist, kann viel für seine Gesundheit tun, aber wir sollten nicht die Grenzen des Möglichen übersehen. Eine Erbkrankheit lässt sich nicht einfach wegwünschen, aber wir können uns freuen, wenn uns die Situation so angenehm wie möglich gemacht wird. Auch wer schon über 60 Jahre alt ist und sich in den Kopf gesetzt hat, noch Bundeskanzler zu werden, ohne politisch je aktiv gewesen zu sein, wird es in Deutschland schwer haben. Kleine Menschen wachsen nicht mehr, können aber sehr wohl an innerer Größe und Ausstrahlung gewinnen.  

E ine Blitzidee macht noch keinen Wunsch. Manchmal kommen uns Wünsche in den Sinn, die nach ein paar Tagen oder Wochen ihre Aktualität verlieren. Ein vergessener Wunsch wird aber nicht Erfüllung gehen. Überlege gut, was du willst.  

F ang an. Wenn ein Wunsch aufgeflammt ist, behalte ihn im Gedächtnis.

G efühle stehen im Vordergrund. Versuche dir etwas zu wünschen, was mit Gedanken und Gefühlen zusammenhängt. Wie möchtest du dich fühlen? Welche Gedanken machen dir Freude? Was möchtest du gerne öfter erleben? Materialistische Wünsche haben oft auch etwas mit den damit verbundenen Gefühlen zu tun. Wenn wir uns Geld wünschen, möchten wir vielleicht das Gefühl der Sicherheit erhalten. Wünschen wir uns ein GPS-Gerät, verbinden wir damit vielleicht ein Abenteuer-Erlebnis. Oder wir wünschen uns einen neuen Partner, dann geht es sicher um das Gefühl, gebraucht und geliebt zu werden. Wenn wir ein politisches Amt antreten wollen, geht es eventuell um Machtgefühle oder Anerkennung.  

H urra, es ist vollbracht, der erste Schritt, der ist gemacht.

I CH habe die Kraft, das zu schaffen – sage dir das immer wieder. Motiviere dich immer wieder neu, denke an deinen Wunsch, tu etwas dafür. Festige deinen Entschluss, indem du dein Ziel vor Augen behältst.

J eden Tag an die Erfüllung denken. Versuche mindestens eine Woche lang davon auszugehen, dass der Wunsch bereits erfüllt ist. Denke vom Ziel her. Rufe die Gefühle in dir hervor, die du damit verbindest, wenn der Wunsch Realität geworden ist.  

K lammere dich nicht zu sehr an dem Wunsch fest. Besessenheit hilft nicht weiter. Wünschen ja, aber mache nicht dein Wohlbefinden von der Wunscherfüllung abhängig.

L ass dich nicht entmutigen. Auch wenn es länger dauert, bis ein Wunsch in Erfüllung geht, verliere ihn nicht aus den Augen. Passe ihn eventuell an.  

M ühe dich nicht ab. Wenn wir uns etwas von Herzen wünschen, wird es irgendwann auch in Erfüllung gehen. Sonst war es nicht der richtige Wunsch. Vertraue auf das Leben, es wird dir deine gewünschten Gefühle zur richtigen Zeit schenken. Vielleicht braucht es zuvor einige Zwischenstationen, um uns auf den Moment der Wahrwerdung vorzubereiten.  

N ähre deinen Wunsch immer wieder mit Affirmationen und Visualisierungen. Stell dir genau vor, wie es sein wird, wenn der Wunsch wahr wird.  

O hne Fleiß kein Preis. So leicht es uns das Leben auch macht. Ganz ohne Mühe wird auch ein Wunsch nicht in Erfüllung gehen. Wer einen neuen Job sucht, muss Bewerbungen schreiben. Wer sich ein Haus kaufen möchte, muss sich umsehen und seine finanziellen Angelegenheiten klären. Tu, was immer du dazu beitragen kannst, damit der Wunsch schneller Wirklichkeit wird. Wenn es dir um angenehme Gefühle und Erlebnisse geht, visualisiere immer wieder. Stelle dir dein Leben in allen Bereichen vor, die sich verändern werden. Denke oft an den Wunsch, beim Essen, beim Fernsehen, während du arbeitest.  

P ausen sind wichtig, auch bei der Wunscherfüllung. Lass deinen Wunsch für eine Weile los. Wünsche dir zwischendurch etwas Kleines oder beginne derweil eine neue Vision.  

Q uerulanten ausschalten. Es wird Rückschläge geben. Lass dich dadurch nicht verwirren. Jeder, der dein Vorhaben für Quatsch hält, wird eines besseren belehrt werden. Oder erzähle einfach niemandem davon, dann kann dir auch keiner quer kommen.

R olle weiter. Ein Stein, der kurz vor dem Gipfel zum Stehen kommt, wird den Berg wieder hinunterrollen. Gib nicht auf, ehe du nicht zumindest eine Zwischenstation erreicht hast.  

S tell dir dein Erfolgserlebnis vor, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wie wunderbar wird das sein.

T räum weiter.

U wie Unterbewusstsein. Langsam prägt sich deinem Unterbewusstsein die Gewissheit ein. Das Ziel rückt immer näher. Du bist fast da.

V or dem Ziel nicht aufgeben. Du hast es fast geschafft. Verliere jetzt bloß nicht den Mut. Denke an I.

W eitermachen. Denke an dabei aber noch einmal an Punkt M.

X ist da. Der Tag X ist gekommen. Dein Herz springt.

Y ieppieh. Yieppieh.

Z iel erreicht. Der Wunsch hat sich erfüllt, nach und nach oder ganz plötzlich, ohne, dass du daran gedacht hast. Wie ein verschollener Brief, der doch noch ankommt. Glückwunsch.

 

 



 


              





















Wunschmeditation

 






















 


 




 

 


Mittwoch, 2. August 2017

Stell dir vor … #3



... Du könntest mit einer Kleinigkeit die Welt verändern.

 

 
 
 
 
Was würdest du ändern?

Und warum?

  





Manchmal sind es nur kleine Veränderungen, die Großes bewirken können. Eine Idee gewinnt an Größe, wenn wir sie teilen, ganz im Gegensatz zu materiellen Dingen, da halbieren sich die Besitzansprüche. Aber auch geteilte Gegenstände, können doppelte Freude bringen, wenn wir sie teilen.

Ich würde immer dann, wenn jemand meine Hilfe oder meinen Rat benötigt, demjenigen nach meinen Kräften helfen und statt ein Dankeschön anzunehmen, ihn oder sie bitten, im Gegenzug zwei Menschen unentgeltlich zu helfen oder ihnen nette, ehrlich gemeinte Worte zu sagen. Das ist nicht schwer und jedem möglich.
Ich könnte mich dann daran erfreuen, dass nicht nur ich Gutes tue, sondern auch anderen einen Anstoß geben könnte, dies ebenfalls zu tun. Das wiederum würde mich motivieren, das Ganze noch einmal und immer wieder zu versuchen. Und spätestens dann, wenn mir jemand Unbekanntes aus reiner Freude nette Worte entgegenbringt, wüsste ich, dass eine solche Einstellung fruchtbar und lohnenswert ist.

 

Wenn du auch eine lebhafte Fantasie hast und dir etwas vorstellen möchtest, dann fühl dich eingeladen, dabei zu sein. Jeden ersten Mittwoch im Monat neu. Hier sind die Regeln:

1.      Poste einen Artikel auf deinem Blog zum aktuellen „Stell dir vor … #“

Du hast bis Ende des Monats Zeit (August 2017)

2.      Verlinke in deinem Text auf diesen Artikel.

3.      Hinterlasse einen Kommentar mit Link. Ich komme dich gerne besuchen.

4.      Alle im aktuellen Monat eingereichten Beiträge verlinke ich im nächsten „Stell Dir vor... #“ als Anregung für die neue Runde.

 

Sonntag, 30. Juli 2017

Wünsche loslassen, damit sie sich erfüllen


Die Erfüllung eines Wunsches braucht Zeit. Unsere Gefühle, Gedanken und vor allem unsere äußere Welt müssen sich an die neue Situation gewöhnen, ehe sie Realität werden kann. Wenn wir uns allzu fest an die Wunscherfüllung klammern, hindern wir uns nur selbst daran, das Ziel zu erreichen. Es kommen immer wieder Zweifel auf und wir werden enttäuscht.

Kleinere Wünsche wie etwa der Kauf einer neuen Uhr erfüllen sich eher als größere. Für tiefgreifende Veränderungen müssen vor der Realisierung noch Zwischenziele erreicht werden. Um zum Beispiel Reichtum zu verwirklichen könnte es nötig sein, seine Finanzen zunächst zu klären und die Glaubenssätze aufzudecken, die uns bisher daran gehindert haben, reich zu werden. Schlank werden wir auch nicht innerhalb weniger Tage. Unser ganzes Leben muss sich verändern. Und während wir unser Leben verändern, sollten wir den Wunsch auch mal vergessen können.

 

 
 


Wünsche dürfen nicht zur Besessenheit werden


Wir alle Träumen. Und es gibt Wünsche, die können uns den Verstand rauben, wenn sie sich partout nicht erfüllen. Vor allem, wenn wir schon eine Weile damit beschäftigt waren und alles für die Verwirklichung getan haben. Wir haben gewünscht, visualisiert, gefühlt und so getan als ob. Und trotzdem geht mancher Wunsch nicht in Erfüllung. Bis zu einem gewissen Maß ist diese Besessenheit auch gut und hilfreich. Aber spätestens dann, wenn uns die Zweifel einholen und wir schlaflose Nächte haben, weil es eben noch nicht so weit ist, spätestens dann ist es Zeit, einen Wunsch loszulassen. Warum? Weil Zweifel stärker sein können als wir denken. Unser Verstand und unser Unterbewusstsein sprechen eben verschiedene Sprachen. Und wenn die Zweifel im Vordergrund stehen, auch wenn wir das nicht wollen, dann kann ein Wunsch nicht in Erfüllung gehen. Die Zweifel müssen von uns selbst verbrannt werden. Wie wir hier dem Verstand ein Schnippchen schlagen können, habe ich bereits in einem älteren Post erwähnt. Wunsch noch nicht erfüllt? Dieser Trick erleichtert das Warten
 
Wenn sich Zweifel nicht ausräumen lassen, dann kann es helfen, den Wunsch loszulassen. Schließlich leben wir im Hier und Jetzt, da können diese Bedenken schlechte Gefühle verursachen. Wir wollen aber trotzdem auch jetzt glücklich sein. Also sollten wir unser Wohlbefinden nicht nur von der Wunscherfüllung abhängig machen. Während wir nämlich wie besessen an unseren Traum denken, zieht das Leben an uns vorbei. Und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache.

 

Wünsche ziehen lassen


Wir wollen unsere Wünsche nicht aufgeben. Stattdessen halten wir lieber an den Zweifeln fest und nehmen hin, dass er sich nicht erfüllt. Das ist der falsche Weg. Wenn wir einen Wunsch loslassen, muss das nicht bedeuten, ihn zu vergessen wie einen weggeworfenen Gegenstand. Er darf ja immer noch da sein. Doch das Loslassen löst Unbehagen in uns aus. Wenn wir daran denken, einen Wunsch zu vergessen, verbinden wir damit fast automatisch das Gefühl, etwas zu verlieren. Wir verlieren die Möglichkeit, mit der Wunscherfüllung glücklich zu werden.

Einen Wunsch loszulassen heißt dabei aber nicht, ihn aufzugeben. Alles, was wir loslassen müssen, ist die Abhängigkeit unseres Wohlbefindens von der Wunscherfüllung. Wenn wir diese Abhängigkeit hinter uns lassen, können wir den Wunsch wieder aufleben lassen. Dann wagen wir einen neuen Versuch. Es dauert nur etwas länger. Und wenn wir Glück haben, erfüllt sich unser Wunsch ganz spontan und unverhofft wie ein verschollenes Paket, das nach Wochen doch noch ankommt.

 

Tipps wie das Loslassen eines Wunsches gelingen kann 


1.    Aus der Abhängigkeit lösen


Unser Wohlbefinden hängt nicht von der Erfüllung eines einzelnen Wunsches ab. Es gibt auch noch andere schöne Seiten im Leben. Im Gegenteil: wenn wir das Leben jetzt genießen, dann können wir es noch mehr lieben, wenn sich unser Wunsch später erfüllt

Wünschen ja – Besessenheit nein
 
 

2.    Jammern erlaubt


Wenn wir einen Wunsch eine Zeit lang vergessen wollen, dürfen wir ruhig traurig sein. Es könnte schließlich sein, dass wir ihn gar nicht mehr wünschen wollen, wenn wir erst wieder andere Dinge sehen. Aber selbst das bedeutet nur: wir sind frei und unabhängig
 
 

3.    Sich auf andere Wünsche konzentrieren


Wir haben oft mehrere Wünsche gleichzeitig, selbst wenn wir ein Ziel intensiver verfolgen. Die Konzentration auf weniger wichtige Wünsche kann zur Folge haben, dass wir wieder mehr Zuversicht in die Erfüllung legen. Haben wir ein paar kleinere Wünsche erfüllt, steigt unser Glaube daran, dass jeder Wunsch in Erfüllung gehen kann, auch der große. 
 
 

4.    Wunsch anpassen


Manchmal erfüllt sich ein Wunsch nicht, weil er noch nicht treffsicher auf den Punkt gebracht wurde. Wenn ich mir einen Seelenpartner wünsche, sollte dieser nicht von einer bestimmten Person abhängen, sondern eher von dem Gefühl, das ich mit einer Partnerschaft verbinde. 
 
 

5.    Ablenkungen


Arbeit ist die beste Medizin. Das klingt zwar abgedroschen, hilft aber. Die Fenster müssen sicher einmal geputzt, das Bad neu dekoriert werden. Alle Tätigkeiten, die körperlich anstrengend sind, eignen sich hervorragend, um sich von den quälenden Gedanken zu lösen. 
 
 

6.    Meditation


Auch wer noch nie auf einem Meditationskissen gesessen hat, kann von den positiven Wirkungen der Meditation profitieren. Am besten besucht man einen Kurs, bei dem man noch in Kontakt mit dem Lehrer/der Lehrerin oder mit anderen Teilnehmern treten kann. Oft wird nach der Meditation noch Tee gereicht und es werden Fragen angesprochen, die vielleicht helfen, die Situation zu klären.

 

Mit der Zeit werden wir merken, dass es außer der Wunscherfüllung noch andere schöne Dinge zu sehen und zu erleben gibt. Je mehr wir uns von dem Wunsch lösen, je mehr er in den Hintergrund tritt, umso lebensfroher werden wir. Andere Wünsche tauchen auf. Und sobald wir merken: der Wunsch ist noch da, es wäre wirklich schön, wenn sich die Sache erfüllt, aber wir sind nicht von der Erfüllung abhängig, dann ist der Weg frei für das Wunder.

 

 



 



              





















Wunschmeditation

 





















 

 



 

 

Sonntag, 23. Juli 2017

Richtig wünschen


Wir alle träumen. Unsere Wünsche erfüllen sich aber leider nur bedingt. Wer sich jedoch von Herzen etwas wünscht, kann auch erfolgreich sein, wenn ein paar einfache Regeln eingehalten werden.

 



Wünsche müssen realistisch sein


Wenn wir eine bestimmte Situation ersehnen, dann reicht es nicht zu sagen: Ich wünsche mir, dass x oder y in Erfüllung geht. Das Erbetene sollte unbedingt im Verhältnis zu unserer jetzigen Lage stehen. Wer bereits über 50 ist und nie politisch tätig war, für den ist der Kanzlerposten nicht mehr so leicht zu erreichen. Wer ein Bein verloren hat, wird wohl mit einer Prothese leben müssen. Die Sehnsucht nach einer erfüllten Partnerschaft ist möglicherweise unrealistisch, weil wir auf keinen Fall unsere Freiheit aufgeben wollen. Oder der Wunsch nach einer sportlich-schlanken Figur passt gar nicht zu uns, weil wir Sport eigentlich hassen. Wer nicht gerne Sport treibt, sollte seine Wunschfigur lieber auf anderem Weg erreichen wollen. Erfüllte Wünsche können nämlich auch Nachteile mit sich bringen. Ein Karriereschritt kann dadurch auch mehr Arbeit bedeuten, so dass weniger Zeit für Hobbies bleibt. Eine neue Partnerschaft wird eventuelle unsere Reiselust einschränken und der Sport macht uns müde. Daher ist es anfangs wichtig, den Wunsch wirklich auf seine Machbarkeit zu untersuchen.

 

Herausfinden, was wir wollen


Ist uns ein Wunsch klar geworden, dann können wir etwas tiefer gehen und weitere Fragen stellen.

Was will ich wirklich?

Geht es mir beim Thema Geld nur um Euros auf dem Konto? Oder spielt unsere persönliche Unabhängigkeit nicht die größere Rolle? Wollen wir vielleicht einfach das Gefühl der Sicherheit haben? Uns nie mehr Sorgen ums Geld machen müssen? Das lässt sich auch auf anderem Wege erreichen als nur mit der Wunscherfüllung nach Geld.

Was steckt hinter meinem Wunsch? Oft ist es gar nicht das Materielle, das im Vordergrund steht. Auch nicht die Geselligkeit oder die Abenteuerlust. Oft finden wir einen Mangel in uns, der nur indirekt mit der Wunscherfüllung behoben werden kann. Auf diese Weise sollten wir zunächst herausfinden, welche innere Leere ich erfüllt haben möchte.

Was fehlt mir?

Will ich Anerkennung? Oder Zuspruch? Meine Ruhe? Oder mehr Action? Was Neues erleben? Etwas lernen?

Was verspreche ich mir von der Wunscherfüllung? Wie wird sich das Ergebnis anfühlen? Nur wenn wir bereit sind, auch die Gefühlswelt zu akzeptieren, die mit der Wunscherfüllung einhergeht, wird sich der Wunsch auch wunschgemäß erfüllen können. Andernfalls haben wir am Ende vielleicht viel Geld, sind aber noch genauso unglücklich wie vorher. Dann war es der falsche Wunsch, wir spüren sozusagen die Nebenwirkungen.

Welchen Wunsch werde ich mir erfüllen, wenn der erste Wunsch erfüllt ist? Diese Frage kann uns sehr gut helfen, sich klarer darüber zu werden, was wir wirklich wollen.

 

Die gute Fee gibt es nicht


Das klingt hart. Aber leider ist das so. Die Erfüllung eines Traumes ist nur von uns selbst abhängig. Wann immer wir etwas tun oder haben möchten, ist es unser Ding, das zu realisieren. Niemand sonst wird uns einen Wunsch erfüllen. Wir bekommen zwar das eine oder andere Geschenk und guten Zuspruch, dennoch müssen wir aktiv werden.

Wir müssen aktiv werden.
 
"Vorfahrt gilt nur für die, die in Bewegung sind."
- Pavel Kosorin -
 

Aktiv werden


Steht unser Ziel fest, müssen wir uns auf den Weg machen. Wir müssen herausfinden, was zu tun ist, um das Ergebnis zu verwirklichen. Wollen wir im Lotto gewinnen, müssen wir einen Schein ausfüllen. Wollen wir ein Auto kaufen, dann grasen wir die Autobörsen ab. Wollen wir innerlichen Frieden erreichen, dann fangen wir an zu meditieren.

Solange wir etwas für unseren Wunsch tun, wird die Erfüllung in Bewegung gesetzt. Geraten wir in Passivität, stockt auch die Wunscherfüllung. Nichts fällt einfach so vom Himmel.

Aktiv werden wir immer dann, wenn wir uns mit unseren Wünschen beschäftigen. Wenn wir darüber nachdenken, was sich mit der Wunscherfüllung alles verändert, wie wir uns fühlen werden, welche Menschen in unser Leben treten werden und so weiter.

Aktivität bedeutet auch, uns in bestimmten Situationen so zu verhalten, als sei der Wunsch bereits Wirklichkeit.

 

Vom Ziel her denken


Wenn wir etwas wirklich von Herzen wollen, können wir so tun als ob. Wir können uns Gedanken darüber machen wie sich ein Manager fühlt, wenn wir einer werden wollen. Beschäftigen wir uns mit den Aufgaben, die wir dann erfüllen müssen, werden wir das eine oder andere Mal merken: oh, ich kann das auch. Wenn ich Millionär wäre, würde ich mir nicht dieses oder jenes kaufen, sondern überlegen, was ich wirklich im Leben machen will. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Wenn ich Gitarre in einer Band spielen möchte, dann stelle ich mir vor wie sich das anfühlt: wie ich zur Bandprobe gehe, wie ich mithelfe, die Technik vor einem Auftritt aufzubauen und nach der Show übermüdet und glücklich ins Bett falle.

Die Vorstellungskraft spielt eine sehr große Rolle bei der Erfüllung unserer Wünsche. Wenn wir es schaffen, uns nur einmal genauso zu fühlen wie wir es später erreichen wollen, ist das schon die halbe Miete. Aber dazu müssen wir eben aktiv werden. Dazu gehört auch diese Gedankenarbeit. Das Visualisieren einer bereits erfüllten Situation hilft, Zweifel auszuschalten.

 

Zweifeln begegnen


Wünsche haben es leider an sich, dass sie eben noch nicht Realität sind. Unser Verstand weiß das. Aber unser Gefühl kann uns nicht täuschen. Das Ziel der Vorstellung ist es, sich so zu fühlen, als sei der Wunsch bereits erfüllt. Ein gutes Gefühl täuscht uns nicht. Die Wirklichkeit tritt dann nur etwas verzögert auf. Unsere einzige Aufgabe ist es, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und uns von Zweifeln nicht abbringen zu lassen. Wir dürfen nicht traurig darüber sein, dass der Wunsch noch nicht Wahrheit ist. Falls uns durch zu viele Zweifel der Wunsch nicht mehr so wichtig erscheint und wir das Gefühl und die Erfüllung vernachlässigen ist das nicht schlimm. Dann war es einfach nicht der richtige Wunsch.

 

Wünsche loslassen, damit sie erfüllt werden können


Damit ein Wunsch in Erfüllung gehen kann, braucht es manchmal Zeit und Geduld. Einige Wünsche lassen sich nicht so leicht erfüllen. Es müssen vorher mehrere Voraussetzungen geschaffen werden. Und genauso wie ein Zitronenkern mehrere Wochen zum Keimen benötigt, sollten wir unserem Unterbewusstsein Zeit zum Reifen lassen. Sonst wären wir mit der Erfüllung vielleicht überfordert und könnten das schöne Gefühl gar nicht genießen.

Wir sollten unsere Wünsche nicht zur Besessenheit werden lassen. Das blockiert nur unnötig. Wenn wir den Wunsch auf die Reise geschickt haben, dann können wir uns ruhig zurücklehnen und die Dinge geschehen lassen. Es genügt, uns von Zeit zu Zeit an unseren Wunsch und vor allem an das erfüllende Gefühl, das damit verbunden ist, zu erinnern. Wie das gelingen kann, werde ich nächste Woche beschreiben. Wir können uns in dieser Zeit ja schon dem nächsten Wunsch widmen.








              





















Wunschmeditation

 























 

 

 

Sonntag, 16. Juli 2017

Loslassen von A bis Z


Die A-Z Liste ist eine einfache und effektive Möglichkeit, Pläne zu verwirklichen oder sich mit Zielen auseinanderzusetzen. Ich nutze die Liste gerne, um mir über etwas klar zu werden oder neue kreative Lösungswege zu erhalten, ohne mich allzu sehr unter Druck zu setzen. Während ich die Liste erarbeite kommen meist die besten Einfälle, die ich anschließend direkt umsetzen oder nutzen kann.

Heute findet ihr die A-Z Liste zum Thema Loslassen.

 
 

A nnehmen, was ist. Um eine Situation, ein Gefühl oder einen Gegenstand loslassen zu können, müssen wir den Ist-Zustand zunächst annehmen. Wir können erspüren, was ein Job, ein lieber Mensch oder eine Sache für uns bedeutet.

B esiege die Angst. Wenn wir etwas loslassen sollen, aber es noch nicht können, dann ist immer Angst im Spiel. Wir haben Angst vor dem Neuen, das kommt. Wir wissen nicht, ob der neue Job oder das neue Hobby wirklich besser sein wird als das, was wir jetzt haben. Aber wenn uns Angst abhält, es zu versuchen, dann ist sie nicht förderlich. Machen wir uns klar, dass es nichts gibt, wovor wir Angst haben müssen.

C heckliste machen. Was verhindert das Loslassen? Was hält uns gefangen? Wer hält uns ab? Was geben wir auf? Wird eine Leere entstehen? Was wird diese Leere füllen? Die Checkliste klärt die Gedanken und hilft, die aktuelle Situation besser zu verstehen.  

D enke noch einmal an A. Nimm an, was jetzt ist, mit allen Konsequenzen, positiven Erinnerungen oder schlechten Gefühlen, die damit verbunden sind.

E s ist Zeit für den ersten Schritt. Trauen wir uns das jetzt zu? Oder brauchen wir noch etwas mehr Zeit? Wenn ja, dann geh nochmal zu A.

F reue dich auf das Loslassen. Wann immer wir etwas Altes loslassen, kommt etwas Neues in unser Leben.  

G ehe in dich. Frage dich, ob du jetzt bereit bist loszulassen. Will ich das jetzt loslassen? Kann ich? Darf ich? Eine hilfreiche Affirmation ist: Ich bin bereit, loszulassen.

H urra, es ist vollbracht, der erste Schritt, der ist gemacht. Glückwunsch, du hast die Bereitschaft, loszulassen, der Rest wird nur noch halb so schwer sein.

I CH will das schaffen – sage dir das immer wieder.

J ammern erlaubt. Loslassen kann uns traurig machen, weil wir etwas Liebgewonnenes scheinbar aufgeben. Das ist erlaubt und befreit. Jammere aber nicht über deine aktuelle Situation, sondern mache dir bewusst, dass du traurig sein kannst, wenn du diese Gefühle plötzlich nicht mehr hast. Du hast dich lange daran festgehalten und sie waren dir eine Gewohnheit. Jammere nur über die Tatsache, dass du diese Gewohnheit bald nicht mehr haben kannst. Es wird eine neue kommen.     

K omm zurück zu deinem Entschluss, wirklich loslassen zu wollen. Du bist bereit, das weißt du.  

L öse dich langsam, aber stetig von deinem Loslass-Objekt. Lass nicht locker. Wenn Du wirklich loslassen und Platz für Neues schaffen möchtest, dann wird es auch klappen.  

M untere dich mit positiven Aktivitäten auf. Was tut dir gut? Mit welchen Menschen bist du gerne zusammen? Jetzt ist die Zeit, bereits etwas Neues einzuladen. Sammle ein paar Zitronenkerne und stecke sie in feuchte Erde. Dein Loslass-Prozess wird abgeschlossen sein, wenn die ersten Triebe aus der braunen Erde herauswachsen.

N icht aufhören. Verfalle nicht wieder in alte Muster, wenn es nicht sofort klappt.

O hne Druck arbeiten. Wenn du loslassen willst und schon so weit gekommen bist, dann verschwinden die schlechten Gefühle, die mit der aktuellen Situation verbunden sind, mit der Zeit von ganz alleine.  

P uh, geschafft. Du denkst nur noch ab und zu an dein Problem.

Q uäl dich nicht. Denke noch einmal an J. Erlaube dir, traurig zu sein.

R ichte deine Aufmerksamkeit noch einmal auf etwas Neues. Geh in die Natur und untersuche Bäume. Sieh dir an, wie sie mit Verlusten umgehen. Ein abgebrochener Ast bringt nicht gleich den ganzen Baum um. Im Gegenteil, er formt seine Schönheit. Totholz an einem Baum zeigt eindrucksvoll, wie an der verletzten Stelle neue Triebe entstehen.  

S chuldgefühle sind fehl am Platz. Mach dir keine Sorgen, wenn es immer noch nicht funktioniert. Jeder kann loslassen.

T rauere nicht länger. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo du das traurig sein überwinden kannst. Langsam gehen die alten Muster in Erinnerungen über. Nichts belastet dich mehr.

U nd schon bist du da. Es ging leichter als gedacht, nicht wahr. Und wie schön ist es, nicht mehr an unproduktiven Gefühlen zu hängen, die niemandem nützen.  

V ergiss nicht, wie dir das Loslassen geholfen hat. Übe es immer wieder. Dann fällt der Prozess mit der Zeit leichter und wir können auch schwierige Situationen besser meistern.

W eitermachen. Es gibt sicher noch andere Gedanken und Gefühle, Gegenstände, Menschen und Situationen, an die wir nicht mehr dauernd denken wollen.

X ist da. Der Tag X ist gekommen. Dein Herz springt. Die Zitronenpflänzchen strecken ihre Köpfe aus der Erde.

Y ieppieh Yeah.

Z iel erreicht. Eine neue Freiheit hat sich eingestellt. Wenn wir an diesem Punkt nicht stehenbleiben, sondern gleich noch einmal bei A anfangen, dann löst sich ein nächstes Problem vielleicht auch schon bald in Luft auf.  

 






           























Wunschmeditation