Sonntag, 26. Februar 2017

Plötzlich Alles Bewusst

Warum es plötzlich diesen Blog gibt

 

Seit Zeiten suche ich. Doch was? Glück, Gesundheit, Freiheit, Familie, Liebe, Geld und Sicherheit? Ich habe all diese Dinge. Ich bin gesegnet mit einer tollen Familie, einer großen Sippe mit aufopfernden Eltern, Brüdern, Schwägerinnen, Nichten und Neffen, eigenen Kindern und einem starken Ehemann.

Und ich lebe ein leichtes und bequemes Leben: ich bin selbstständig, kann mir kaufen, was ich will (na ja, sagen wir mal außer einem Boot, einem Pferd und einem Privatjet), kann reisen und die Welt sehen. Genau genommen besitze ich, was sich andere vielleicht sehnlich wünschen. Ich hätte längst zufrieden sein können.

Und dennoch brannte immer diese weitersuchende Sehnsucht in mir. Die Sehnsucht nach mehr, nach Gott, nach Hingabe und Fallenlassen.    Eine Sehnsucht, von der ich wusste, dass Menschen, Besitztümer und Aktivitäten sie niemals würden erfüllen können. Und trotzdem habe ich weiter gemacht, gelernt, gelebt, gejobbt, geschrieben und mich um meine Familie gekümmert. Aber immer mit dem faden Beigeschmack des mühevollen, geplagten Lebens. Mir hat die Leichtigkeit gefehlt.

 

Bis mir

 - PAB -

Plötzlich Alles Bewusst wurde


 

Dieser Moment: es war die schlichte Erkenntnis, dass die Antwort in mir liegt.
Ich bin selbst dieses PAB, bin mein eigener Meister und Beantworter aller Fragen. Ich bin ein Teil von Gott, der Teil, der mich spüren lässt, dass Ich bin und Ich weiß. Was ich seit Jahren in Büchern und spirituellen Texten  gesucht habe, wurde mir plötzlich bewusst. Es war nur der Bruchteil einer Sekunde, nachdem ich, geplagt von einem belastenden Stimmungstief, mal wieder eine Nacht lang wach gelegen habe.

Dieser Bruchteil einer Sekunde, dieser Moment, dieses Wumm, diese Spannung, diese Raumzeitlosigkeit, dieses Plötzlich hat mich verändert. Es war wie die Druckwelle einer Lawine, die ich auf mich zukommen sah und nicht mehr ausweichen konnte. Als die Masse auf mich traf und ich weggesaugt wurde, irgendwohin, blieb mir nichts anderes übrig, als mich meinem Schicksal zu ergeben und in Gottes Hand zu fallen. Plötzlich bewusst - das beschreibt am besten, was ich in diesem Augenblick gefühlt habe.

 

Plötzlich


dieses unglaublich starke Wort, für das ich kein passenderes Synonym finden könnte.

Von jetzt auf gleich, Hals über Kopf, rasend schnell, aus heiterem Himmel, blitzartig oder blitzschnell, über Nacht, überraschend, unverhofft, sprunghaft oder schlagartig – sie alle treffen nicht den Nagel auf den Kopf. Gäbe es nicht dieses Wort – plötzlich – dann hätte ich es wohl erfinden müssen. Plötzlich ist punktgenau geeignet, um auszudrücken, wie sich binnen einem Nichts an Zeit alles verändert, und doch irgendwie alles gleich bleibt. Der einzige Unterschied zu vorher ist die Erkenntnis. Plötzlich war mir
 
 

Alles 

 

Bewusst


Es war diese einfache und doch so abstrakte Erkenntnis, dass Alles Eins ist und alles zusammengehört, und dass dies Alles in mir drin ist. Diese Bewusstwerdung ist in etwa vergleichbar mit der Einsicht, dass für die Berechnung von Multiplikationsaufgaben zunächst die Addition beherrscht werden muss und die Einsicht warum es nötig ist, zunächst zählen zu lernen, bevor man rechnen kann.

Die Bewusstwerdung hat alles verändert. Von heute auf morgen sehe ich alles durch diese Brille. Ich habe fernöstliche Texte gelesen, in denen immer die Rede war von dem, der als Beobachter hinter mir steht und meine Gedanken beobachtet, meine Gefühle und Handlungen. Und das ich dieser Beobachter sein soll, das war mir nie klar.

Und jetzt erst, nach dem mir Plötzlich Alles Bewusst ist, habe ich kapiert, was das bedeutet. Es ist nicht nur der Beobachter, der ich bin, sondern der Beobachter vom Beobachter des Beobachters, die höchste Instanz, die in der Lage ist zu sehen. Jedes Staubkorn hat auf einmal einen Sinn. Jeder Mensch in meinem Leben, jede Begegnung, jeder faule Apfel, jede Reise, jedes Buch, jedes Suchergebnis, jeder verdammte Facebookpost, jede TV-Serie, jeder Film, jede Doku, jedes Bild, jedes Lebensmittel, jeder Tropfen Wasser.
 

Jeder noch so kleine Schritt in Richtung Erkenntnis war nötig, ich musste ihn gehen, bis mir die Alles-entscheidende-Bewusstwerdung offenbart wurde. Ich habe gesucht und endlich gefunden.

Und diese neue Sichtweise sitzt jetzt so tief in mir, dass mir klar wurde, dass ich das irgendwie (mit)teilen muss. Wer selbst schon bewusst ist, wird das nachvollziehen können und wer es noch nicht ist, hat vielleicht das Bedürfnis, auch zu Erkenntnissen zu kommen, die zu dieser unendlichen Befreiung führen. Und ich selbst muss das auch alles irgendwie verarbeiten, mich damit auseinanderzusetzen.

Und da für mich alle Schritte im Außen sehr wertvoll waren und ich auf keinen verzichten könnte, habe ich das Bedürfnis, nun auch meine eigenen Gedanken und weiteren Erkenntnisse mitzuteilen, damit sie anderen Menschen helfen, sie berühren und ebenfalls in dieses nie-enden-wollende-Glückserlebnis ziehen mögen.




 

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