Sonntag, 28. Mai 2017

Sich selbst erforschen



Tief in mir gibt es so viel zu entdecken, dass es für mehrere Leben reichen würde. Jeder trägt seine eigene Wahrheit und Weisheit in sich, die es zu erforschen gilt. Wenn wir uns auf uns selbst einlassen, dann sind wir am Ende vielleicht kein Physik-Nobelpreisträger und das Energieproblem haben wir auch nicht gelöst. Aber wir kommen mit dem Leben gut aus und werden weise. Das ist der wahre Sinn des Lebens, weil wir unsere Probleme schnell lösen können und innerlich ruhig und friedlich sind.

Traust du dich, dich selbst zu erforschen?

 

 


Um jedoch dahin zu kommen, ist es nötig, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das will ich heute mal ganz offen tun.
Und zwar mithilfe von 11 Fragen, die Tamara Michaela in ihrer Blogparade Traust du dich ?! auf ihrem IchMeinWas Blog stellt. Ich finde das Thema wirklich spannend und persönlich. Und ja: ich traue mich auch.  

1.    Welche Meinung habe ich von mir selbst? Wie sehe ich mich selbst? Was macht mich aus? 


Ich sehe mich als zurückhaltenden Menschen, der in neuen Umgebungen erstmal vorsichtig Kontakt anbahnt. Neue Menschen und Situationen überfordern mich manchmal, da bin ich sehr ruhig. Wenn ich aber erstmal angekommen bin, komme ich aus mir heraus und werde gesellig und lustig. Ich bin gerne mit anderen zusammen, brauche aber auch viel Zeit für mich alleine. Ich bin gerne mit mir alleine, ich lese dann spirituelle Texte und höre Musik oder spiele Gitarre. Da komme ich immer wieder bei mir selbst an und habe das Gefühl, friedlich zu sein.

Ich meditiere regelmäßig. Außerdem treibe ich viel Sport und koche gerne. Meine Familie ist mir das Liebste, auch wenn ich sie manchmal gerne auf den Mond schießen würde. Zusammengefasst würde ich mich als sehr ausgeglichenen Menschen bezeichnen, der in der Lage ist, das Leben und seine Veränderungen so zu nehmen wie sie nun mal sind. Ich mache, was mir gefällt und traue mich immer wieder was Neues.


2.    Bitte ich um Hilfe, wenn ich Unterstützung brauche? 


Nein, eher nicht. Ich versuche, die Dinge, für die ich mich verantwortlich fühle, größtenteils auch selbst zu erledigen. Wenn ich Dinge delegiere, dann endet das oft im Chaos und ich muss hinterher dennoch selbst noch etwas erledigen. Wenn ich zum Beispiel ans Einkaufen denke: ich bitte meinen Mann einzukaufen, dann erledigt er alles super, aber ich muss ganz genau aufschreiben, was er einkaufen soll. Welches Waschmittel? (Marke und Art), Welche Nüsse? Spätestens bei der genauen Angabe von Marke, Form und Duftrichtung meiner Slipeinlagen hört der Spaß dann auf. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ich andere um Hilfe bitten muss. Zum Beispiel wenn schwere Möbelstücke zu rücken oder zu tragen sind, dann frage ich meinen Mann oder ich bestelle Handwerker. Die neue Spülmaschine lasse ich von den Monteuren der Küchenfirma anschließen. Meistens finde ich in der Familie jemanden, der mir helfen kann, da fällt mir das Fragen leichter als bei Freunden.

Und Pizza bestelle ich nie selbst beim Lieferservice, da bitte ich immer meinen Mann oder meine Kinder.  

3.    Welche Menschen tun mir gut? Verbringe ich mit ihnen genug Zeit? Falls nein, warum nicht? 


Meine Familie tut mir gut, solange alle gut drauf sind. Das ist meistens in Urlaubszeiten der Fall. Wenn alle entspannt sind, dann läuft das Familienleben bestens, da bekomme ich richtig Energie. Ich wünschte, alle wären immer so entspannt wie in den Ferien.

Ich bin gerne mit Freunden zusammen, am liebsten, wenn wir zum Frühstücken verabredet sind oder ins Kino gehen. Ich verbringe nicht so oft bewusst viel Zeit mit meinen wichtigen Menschen, aber mir reicht es. Die Momente, in denen es darauf ankommt, zählen. Und wenn ich die bewusst wahrnehme, dann sind sie alle Gold wert.


4.    Welche positiven Eigenschaften habe ich? 


Ich bin sehr geduldig, hingebungsvoll und kreativ. Außerdem achtsam, sportlich und aufmerksam, sehr emotional und empathisch.

5.    Für welche Dinge im Leben bin ich besonders dankbar? 


Ich danke besonders für das gesunde Leben meiner zu früh geborenen Tochter und dass ich diese Risikoschwangerschaft damals überlebt habe. Überhaupt bin ich dankbar, dass es mir und den Menschen in meinem Umfeld gut geht und manche von ihnen trotz Krankheiten und Problemen ihren Lebensmut nicht verlieren. Das baut mich selbst auch auf.

Und ich bin dankbar für alle meine Sinne, besonders für mein Augenlicht, dass ich lesen und schreiben kann. Ohne wäre ich ganz schön traurig.


6.    Was versüßt mein Leben? 


Komplimente und alles was dazu gehört: Blumen, nette Worte und Blicke.  

Wenn meine Kinder begeistert von etwas erzählen und vor lauter Begeisterung kaum Luft holen können. Das ist so wundervoll.  

Farben und Bilder, ich liebe satte Farben, besonders im Frühling, wenn die Natur erwacht und Farben erscheinen, als würde ich sie zum ersten Mal sehen.

Wenn die Sonne auf grüne Blätter scheint und diese im Wind dann glitzern wie Edelsteine. Da könnte ich stundenlang zuschauen.
Gutes Essen. Ich liebe es, wenn ein Teller schön angerichtet ist, selbst wenn die Menge nur sehr klein ist. Der Obstsalat meiner Tochter mit Sahne und Zimt ist ein Gedicht.  

Musik versüßt mein Leben wie nichts anderes. Wenn es mal brennt, rette ich zuerst meine Lieblingsmenschen und dann meine Gitarre.



7.    Hinterfrage ich meine Handlungen? 


Früher nicht immer. Ich entschied mich oft spontan und impulsiv. Ich habe mich oft umentschieden, weil ich nicht nachgedacht habe. Nur manchmal, wenn ich gemerkt habe: ups, das war ein Fehler, dann habe ich mich hinterfragt, damit mir das nicht nochmal passiert.

Erst in letzter Zeit, seit ich mir einiger Dinge viel bewusster geworden bin, hinterfrage ich, was ich tue. Und ich muss sagen, es macht das Leben leichter.

  1. Was hast du für einen Traum? Und was hindert dich daran, ihn zu leben?

Ich habe immer viel für meine Träume getan. Ich wollte vom Land in die Großstadt ziehen, gesagt – getan. Ich wollte Kinder und Familie, gesagt – getan. Ich träumte davon, meinen Job aufzugeben und nur noch zu schreiben und kreativ zu sein, gesagt – getan. Ich bin, was ich sein will und in meinem persönlichen Traum angekommen. Jetzt würde ich gerne mit meinen Erfahrungen und Texten anderen helfen, auch bei sich selbst anzukommen und erkennen zu können, was sie wirklich wollen.

  1. Stehe ich mir selbst im Weg?

Nur manchmal, wenn ich mich einfach nicht entscheiden kann.

  1. Bin ich gut genug?

Ja. Inzwischen ja. Früher, als die Kinder noch kleiner waren, da wollte ich die perfekte Mutter sein und habe mich selbst unter Druck gesetzt, mit dem was ich alles in der Erziehung erreichen wollte. Heute will ich lieber harmonische Zeiten mit meinen Kindern verbringen und ich bin nur noch streng, wenn es wirklich darauf ankommt. Auch sonst will ich nicht mehr perfekt sein. Wichtig ist mir, dass ich mich mit dem, was ich tue gut fühle.

  1.  Angenommen, ich könnte von vorne beginnen: Was würde ich anders machen?

Ich würde mich von Anfang an fokussieren. Nicht alles zu wollen und möglichst viel zu haben und zu tun ist viel erholsamer und friedvoller als immer vorne dabei sein zu wollen. Ich würde mich viel früher mit mir selbst beschäftigen als nur zu versuchen, Anerkennung von außen zu erhaschen. Und ich würde mehr meditieren und mich auf Klarheit und Weisheit besinnen.


Damit bin ich am Ende angekommen. Ich habe etwas über mich gelernt, nämlich, dass es immer wieder neue Fragen über mich selbst gibt, die ich mir beantworten kann. Das macht am Ende Weisheit aus. Je mehr ich über mich weiß, umso besser komme ich mit dem Leben aus.

Danke Tamara fürs Fragen stellen und viel Erfolg mit Deiner Blogparade.





























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