Mittwoch, 8. November 2017

Der gesuchte Wunsch


Das ist mein Beitrag zur Blogparade #BKS11: Wenn ich mir was wünschen dürfte



 

Der gesuchte Wunsch

 von Ekatarina Glowna

 

 
Ich dürfte mir was wünschen
hat einmal
ein Herr zu mir gesagt.
Ich hätt genau zwei Wochen
mir Passendes dahinzudenken.
 
Nach einem Tag und einer Nacht
in der ich nicht geschlafen
war ich um den Verstand gebracht
weil kein ein’zger Wunsch in seiner Macht
mir ward ins Herz getragen.
 
Und dann
nach einer langen Woche
ich war verzweifelt
wirklich sehr
da fiel mir ein die Sache
im Traume
hab mich richtig gut gefühlt.
Doch als ich aufgewachet
erinnert ich mich
nur an Licht.
Traum war verschwunden.
Fand ihn nicht.
Nimmermehr.
 
Und in der zweiten Woche
schrill
fiel mir ein mit Leichtigkeit
was alles ich
nicht haben will.
Mühselig Arbeit dann und wann
und diese Unzufriedenheit
doch alle wahren Wünsche
blieben einfach weit. 

Wenn ich bloß wüsste
was ich wünschte
wenn ich mir
was wünschen dürfte.






 
   

Kommentare:

  1. Hallo Ekatarina,
    danke für das schöne und nachdenklich machende Gedicht! Ja, es kommt mir auch oft so vor, als stünde das "was ich nicht will" klarer vor Augen, als was ich mir wünsche. Aber die Kehrseite von jedem "Nein" zu etwas ist schließlich ein "Ja" zu etwas anderem.
    Dein Kästchen-Bild mag ich auch sehr. :-)
    Viele Grüße,
    Ulrike
    ulrikearabella.de

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  2. Danke Ulrike, für deinen netten Kommentar. Es ist etwas dran an dem Argument, dass jedem "Nein" irgendwo ein "Ja" gegenübersteht. Das muss man nur finden.
    Viele Grüße Katta

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